Potentialanalyse Wandertourismus im Naturpark Westensee-Obere Eider

2017 wurden in Schleswig-Holstein 29,9 Mio. Gästeübernachtungen erfasst, inklusive Privatunterkünften, Reisemobiltouristen und anderer nicht registrierter Gäste, machten ca. 87 Mio. Menschen Urlaub im Land. Hinzu kommen 146 Mio. Tagesgäste. „Im Jahr 2019 gab es in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre rund 17,43 Millionen Personen, die ein Wander- bzw. Rucksackurlaub reizen würde“ (Statista 2019).
Dies ergibt zusammen ein großes Potential für das Binnenland Schleswig-Holsteins, ein Umstand der auch in der im Juni vorgestellten Studie zum Binnenlandtourismus in Schleswig-Holstein aufgezeigt wurde.
Um die Gäste, die sich hauptsächlich an der Küste aufhalten, ins Binnenland zu holen, werden aber unter anderem moderne, an die Wünsche der Besucher angepasste Freizeitinfrastrukturen benötigt. Hier setzt die zu erstellende Studie an; es soll untersucht werden, wie sich der Naturpark als zukunftsfähige Wanderdestination aufstellen kann.
In der Untersuchung sollen alle touristisch relevanten Landschafts-elemente, Naturdenkmäler, Kulturdenkmäler, archäologische Denkmale, die Geologie und Kulturlandschaft auf dem Gebiet des Naturparks aufgenommen werden. Zudem wird die vorhandene Freizeitinfrastruktur wie Wanderwege, Parkplätze, Pausenplätze, Aussichtspunkte, Badestellen registriert und deren Entwicklungspotential analysiert.
Auch die Beherbergungsstruktur und vor allem das gastronomische Angebot für die Besucher sollen untersucht werden.
Der zusammenzustellende Datensatz soll zu einer Analyse zusammen-geführt werden, die die Potentiale des Naturparks aufzeigt und der zukünftigen Entwicklung des Wandertourismus im Park eine Richtung gibt. Der Naturparkverein erwartet eine Richtlinie zur Einrichtung touristischer Wanderwege und der zugehörigen Infrastruktur als Basis für die zukünftige Arbeit zur Weiterentwicklung des Parks.

Träger: Naturpark Westensee-Obere Eider e.V.
Laufzeit: 2019-20
Kosten: ~ 10.032 €
Förderquote: 45 %
Förderung: ~ 3.794 €
Status: beschlossen im Vorstand 29.08.2019;  Antrag und Antrag Einzelfallausnahme zur Förderung auf dem Gebiet zweier ARs 10/2019 beim LLUR eingereicht